Hag
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Hag, auch Haag, Geheck genannt, bezeichnete früher eine wildgewachsene Hecke.
Eine größere wilde Hecke bezeichnete man auch als Holzbrahnen.
Nach Otto/Stahl (1773) leitet sich die Verwendung des Begriffs "Hege" von Hag ab.
- siehe auch: Brame
- siehe auch: Genist
- siehe auch: Hagebutten
- siehe auch: Hecke
- siehe auch: Palissade
Das Wort „Hag“ ist ein altes deutsches Wort, das traditionell für Hecken, eingefriedete Flächen oder dornige Strauchbegrenzungen verwendet wird.
- Ursprung:
- Das Wort geht zurück auf das althochdeutsche „hag“ bzw. mittelhochdeutsche hag, hâc, hac und bedeutet ursprünglich Einfriedung, Umzäunung oder eingezäuntes Gehölz.
- Verwandt ist es mit dem altenglischen „hæg“ (Hecke, Einfriedung) und dem niederdeutschen „hag“, was auf denselben germanischen Wortstamm zurückgeht.
- Bedeutungsentwicklung:
- Ursprünglich bezeichnete „Hag“ jede Art von eingezäuntem Gelände, sei es durch natürliche Hecken, Dornensträucher oder kleine Holzgeflechte.
- Später wurde die Bedeutung enger auf dornige Hecken und Schutzhecken übertragen, die Felder, Wege oder Siedlungen abgrenzen.
- Charakteristika:
- Verwandte Wörter:
- Englisch: hedge (Hecke)
- Niederdeutsch: hag, haag
- Altnordisch: hagi („eingezäuntes Feld“)
Zusammenfassung: „Hag“ bezeichnet historisch eine eingefriedete Fläche oder Hecke, meist aus dornigen Sträuchern oder Gestrüpp. Die Betonung liegt auf der Schutz- und Begrenzungsfunktion, weniger auf der Art der Pflanzen. Es ist ein sehr alter Begriff, der in Texten vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit häufig für Hecken vorkommt.
Literatur
- Bose, Carl Adam Heinrich von: Neues allgemein praktisches Wörterbuch der Forst- und Jagdwißenschaft nebst Fischerey. Band 1, 1810, S. 135
- Otto, Christoph, Stahl, Johann Friedrich: ONOMATOLOGIA FORESTALIS-PISCATORIO-VENATORIA. oder vollständiges Forst- Fisch- und Jagd-Lexicon. Zweiter Teil 1773, S. 2
