Schloss Greifenstein

Aus Jagdfibel
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Die Begrüßung auf Greifenstein erfreut zwangsläufig jedes Jägerherz Die Schlossbesucher sammeln sich im Anblick von Wild-Produkten zur Vermarktung aus dem eigenen umliegenden Revier. So zeigt sich, dass dieses Schloss von den Schenken von Stauffenberg nicht nur bewohnt wird, sondern seit 1691 bis zum heutigen Tage auf eine sehr lange jagdliche Familientradition zurückblicken kann. Der Rundgang im Barockschloss beginnt in der gut ausgestatteten Waffenkammer. Der geneigte Besucher bemerkt dabei sofort, dass hier kein Museum mit unzähligen Glasscheiben und „nicht berühren“ Schildern beschritten wird. Vielmehr wandelt man mit Gästestatus versehen an der Geschichte der Waffentechnik vom Beidhänder bis zum Hinterlader vorbei. Diverse edle mit Elfenbeinintarsien unterlegte Jagdwaffen, aber auch Wildererutensilien bieten Betrachtungsmöglichkeiten auf Nasenlänge. Im Obergeschoss setzt sich die familiäre Atmosphäre fort. Nach Kapelle und Ahnen- und Rittersaal folgt der bemerkenswerte Geweihgang. Eine Vielzahl von geschnitzten Hirschhäuptern mit entsprechenden Beschriftungen über Besonderheiten der Erlegung reihen sich aneinander. Sie stammen allesamt aus dem umliegenden eigenen gräflichen Revier, dem ehemaligen fürstbischöflichem Besitz in Kärnten sowie einige Elche aus Ostpreußen. In der angrenzenden Bibliothek und dem Jagdzimmer finden sich weitere jagdliche Kunstobjekte. Gemälde, Trophäen und Präparate sind hier mit viel Liebe zum Detail zwischen den wertvollen Möbeln unterschiedlichster Epochen arrangiert worden und bezeugen das große Engagement der Schlosseigentümer nicht nur für das jagdkulturelle Vermächtnis. Autor: Frank Pohlmann

Literatur

  • Pohlmann, Frank: Jagdkult(o)uren (Schloss Greifenstein) Familiäre Jagdgeschichte, in: Pirsch, 13/2018, S. 98-99

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