Hubertuskapelle Sehlde

Aus Jagdfibel
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Bei Sehlde im niedersächsischen Vorharz wurde eine Hubertus-Kapelle als Höhle in einen Felsvorsprung getrieben. Schon die Außen-Reliefs aus dem 18. Jahrhundert lassen den Besucher staunen. Vom Parkplatz aus befindet man sich nach wenigen Minuten am Jägerhaus oberhalb der Kapelle. Parallel zur Terrasse folgt man dem kleinen Pfad, passiert ein erstes im Fels eingelassenes Gittertor und steht nach 50 Metern vor einem „steinernen Gästebuch“. Unterhalb der historischen Einträge würde man hinter dem zweiten vergitterten Eingang würde in die 3 m langen, über 2 ½ m breiten und 2 ½ m hohen Hubertuskapelle gelangen. Sie birgt einen Altar und in Fels gehauene kirchliche Allegorien. Draußen befindet man sich wenige Treppenstufen weiter auf einem Felsabsatz. Eine Nische im Fels mit Rauchabzug lässt die ehemalige offene Feuerstelle erahnen. Im Gestein darüber befinden sich deutlich sichtbare Balkenkopflöcher, die der Dachkonstruktion der hier ehemals befindlichen Jagdhütte als Auflager dienten. Der Erbauer von 1733 hat sich durch die Inschrift verewigt: Johann Friedrich Anton von Bocholtz Droste zum Wohldenberg, (er lebte von 1680–1755 und war Domkapitular zu Hildesheim und bischöflicher Amtsvogt auf dem benachbarten Wohldenberg) Ergänzt durch die die lateinischen Sinnsprüche „Memento mori“ (Gedenke des Todes) und „Solitudo sola beatitudo“ (Einsamkeit allein ist Glück). Etwas weiter lockt eine großflächige Hubertus Darstellung. Lässt man diesen Ort im Spiel von Licht und Schatten auf sich wirken, erübrigt sich die Frage, warum der Heilige Hubertus gerade dort verehrt wurde.. Autor: Frank Pohlmann

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