Menü aufrufen
Toggle preferences menu
Persönliches Menü aufrufen
Nicht angemeldet
Ihre IP-Adresse wird öffentlich sichtbar sein, wenn Sie Änderungen vornehmen.

Treibladung

Aus der Wissensdatenbank Jagdfibel

Die Treibladung ist der Bestandteil einer Patrone, der durch seine Verbrennung die für den Schuss erforderliche Energie erzeugt. Ihre Aufgabe besteht darin, nach der Zündung einen kontrollierten Gasdruck aufzubauen, der das Geschoss aus dem Lauf der Feuerwaffe beschleunigt.

Nach der Zündung durch den Zünder bzw. das Zündhütchen verbrennt die Treibladung unter hohem Druck und hoher Temperatur. Die dabei entstehenden heißen Verbrennungsgase dehnen sich aus und üben Druck auf den Geschossboden aus. Dadurch wird das Geschoss in Bewegung gesetzt und durch den Lauf geführt.

Die Eigenschaften der Treibladung beeinflussen maßgeblich die Ballistik einer Patrone. Entscheidend sind unter anderem:

  • Brenngeschwindigkeit des Pulvers,
  • Pulvermenge,
  • Gasdruckentwicklung,
  • Lauf­länge,
  • Geschossgewicht und Geschossform.

Eine optimal abgestimmte Treibladung ermöglicht eine hohe Präzision, ausreichende Geschwindigkeit und einen sicheren Betriebsdruck der Waffe.

Arten von Treibladungen

Historisch wurde zunächst Schwarzpulver als Treibladung verwendet. Es wurde bis in das späte 19. Jahrhundert in Vorderladern und frühen Patronen eingesetzt.

Moderne Treibladungen bestehen überwiegend aus Nitrocellulosepulvern (NC-Pulver). Je nach gewünschter Abbrandgeschwindigkeit werden sie unterschiedlich geformt:

  • Blättchenpulver
  • Röhrchenpulver
  • Kugelpulver
  • Stäbchenpulver

Für verschiedene Waffen- und Patronentypen werden unterschiedlich schnell abbrennende Pulver verwendet. Schnelle Pulver kommen beispielsweise in Kurzwaffenpatronen zum Einsatz, während langsam abbrennende Pulver für leistungsstarke Büchsenpatronen mit hohem Geschossgewicht und langen Läufen verwendet werden.

Sicherheit

Die Treibladung ist ein energiereicher Bestandteil der Munition und unterliegt besonderen Sicherheitsanforderungen. Eine Veränderung der Pulvermenge oder die Verwendung ungeeigneter Pulver kann zu gefährlich erhöhtem Gasdruck und damit zu Schäden an Waffe und Schütze führen.

Beim Wiederladen von Patronen müssen deshalb ausschließlich geprüfte Ladedaten und geeignete Komponenten verwendet werden.

siehe auch: Treibladungspulver
siehe auch: Nitrocellulosepulver
siehe auch: Gasdruck
siehe auch: Wiederladen
siehe auch: Patrone

Literatur