Sommer, Francois
Weitere Optionen

Francois "François" Sommer ( * 25. Dezember 1904 in Mouzon,Département Ardennes, Frankreich; 8. Januar 1973 in Paris), Französisch-industrieller Unternehmer, Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg, passionierter Jäger und Naturfreund.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Jacqueline Sommer (1913-1993) gründete er unter anderem die Fondation François Sommer (ursprünglich „Maison de la Chasse et de la Nature“) im Jahr 1964. Gründete 1950 die Association Nationale des Chasseurs de Grand Gibier aus dessen Beständen 2003 in Paris das Musée de la chasse et de la nature gegründet wurde.
Werke
- Pourquoi les bêtes sont-elles sauvages? Nouvelles Éditions de la Toison d'or, 1953
- Le refuge de Noé, Nouvelles Éditions de la Toison d'or. 1953
- Man and beast in Africa. Éditions H. Jenkins, 1954
- Le safari, la gâchette. Éditions Robert Laffont, 1956
- La chasse photographique. Éditions Hachette, 1960
- La chasse imaginaire. Éditions Robert Laffont, 1969
- Chasses et gibiers d'Afrique. Éditions Crépin-Leblond et Compagnie, 1971
- La chasse et l'amour de la nature. Éditions Robert Laffont, 1973
Weitere Informationen
Seine Bibliothek / Sammlung zur Jagd & Natur
François Sommer war bibliophiler Sammler in den Bereichen Jagd (cynégétique), Naturgeschichte, Wildtier-Management und Umwelt.
Die Bibliothek der Fondation und das Dokumentations- und Archiv-Fonds der Musée de la Chasse et de la Nature in Paris bilden ein „zentrales Dokumentationszentrum“ zur Jagd, Kunst der Jagd, Wildtierkunde und Umweltgeschichte.
Der Bestand umfasst u. a.:
- Alte und seltene Jagd- und Forsthandbücher (z. B. zur frühen Jagd- und Vénerie-Tradition)
- Werke zur Gesetzgebung, Regulierung der Jagd, Jagdrecht und Behördenakten (z. B. Ordnungen, Reglements mit Bezug auf die Jagd)
- Exlibris, Illustrationen, Gravuren zur Jagd- und Wildtier-Iconographie (z. B. „Sujets de chasse … recueil de gravures“), handschriftliche Materialien.
Die Sammlung wurde sukzessive digitalisiert in Kooperation mit der Bibliothèque nationale de France (BnF) und ist teilweise über die Plattform Gallica zugänglich.
Bedeutung & Besonderheiten
François Sommer verband die Leidenschaft für Jagd mit einem modernen Verständnis von Natur- und Wildtier-Management: Er war einer der Pioniere in Frankreich für „plan de chasse“ (Entwicklung von Abschuss- und Bewirtschaftungsplänen) in den 1950er Jahren.
Seine Bibliothek ist nicht nur Sammlung von Büchern, sondern wissenschaftlich-historisch relevant: Sie dokumentiert die Jagdkultur, das Jagdrecht, die Wildtierverwaltung und die ikonographische Tradition der Jagd in Frankreich und Europa.
Als Sammler erfüllte er auch die Rolle eines Förderers: durch die Gründung der Stiftung und des Museums wurde sein Bestand öffentlich wirksam und dient Forschung und Bildung.
Für Sammler und Bibliographen ist sein Bestand ein bedeutender Referenzpunkt — frühe Ausgaben, ikonographische Sammlungen und Bestände zur Jagdgeschichte sind hier verzeichnet.
Nutzung & Zugänglichkeit
Der Lesesaal bzw. das Dokumentationszentrum der Fondation ist zugänglich auf Terminvereinbarung für Studierende und Forscher.
Über Gallica sind ausgewählte Werke digital verfügbar: z. B. alte Jagd-Handbücher, Manuskripte, Reglements und Jagdorndnungen.
Der Bestand wird laufend ergänzt und katalogisiert — auch ikonographische Sammlungen (Gravuren, Zeichnungen) zählen dazu.