Musée de la Chasse et de la Nature

Aus Jagdfibel
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Musée de la Chasse et de la Nature (Das Museum für Jagd und Natur), vereinigt seit 2003 die Sammlung der Fondation de la Maison de la Chasse et de la Nature (Stiftung des Hauses der Jagd und Natur). Die Fondation François Sommer besitzt das Museum formal. Es ist auch Standort der Bibliothek der Fondation François Sommer.

Überblick & Lage

Das Musée de la Chasse et de la Nature befindet sich im 3. Arrondissement von Paris (Adresse 60‑62 rue des Archives, 75003 Paris).

Es erstreckt sich über zwei historische Hôtels particuliers: das Hôtel de Guénégaud (17. Jhdt.) und das Hôtel de Mongelas (18. Jhdt.).

Es handelt sich um ein privates Museum, das die Sammlungen der beherbergt.

Der Museumsbestand trägt das Label „Musée de France“, was die nationale Bedeutung unterstreicht.

Geschichte

Das Museum wurde am 21. Februar 1967 im Hôtel de Guénégaud eröffnet.

2007 erfolgte eine bedeutende Erweiterung durch Einbeziehung des benachbarten Hôtel de Mongelas.

Ab dem 1. Juli 2019 war das Museum für Erweiterungs‑ und Renovierungsarbeiten teilweise geschlossen, mit Wiedereröffnung nach Umbau eines neuen Etage im Jahr 2021.

Sammlungen & Ausstellungskonzept

Thema des Museums sind die Beziehungen zwischen Mensch und Tier durch die Jagd‑ und Naturgeschichte. Es zeigt, wie Jagd‑, Tier‑ und Naturdarstellungen sich über die Jahrhunderte entwickelten.

Die Sammlung umfasst Tausende Objekte: Gemälde (z. B. Tiermalerei), Waffen, Jagdtrophäen, Tierpräparate, Möbel, Formen der Kunst aus verschiedensten Epochen.

Die Ausstellungsräume sind thematisch gegliedert (z. B. Raum des Hirsches, Raum des Wolfes, Raum der Vögel) und setzen auf eine Mischung aus historischer Ausstattung und oft überraschender Präsentation („Cabinet des curiosités“) des Kuriosen.

Neben den perman­enten Sammlungen gibt es regelmäßig temporäre Ausstellungen, oft mit zeitgenössischen Künstlern, die mit den Themen Tier/Natur/Jagd experimentieren.

Besonderheiten & Atmosphäre

Das Museum gilt als „ungewöhnlich“ und „inventiv“ im Pariser Museums‑Umfeld — etwa wegen seiner Kombination von Kunst, Naturpräparaten und Jagdgeschichte.

Die Architektur und das Ambiente vermitteln eher den Eindruck einer eleganten Sammler‑Wohnung denn eines klassischen Museums – was den Besuch als Erlebnis verstärkt.

Es werden auch ästhetische und emotionale Zugänge genutzt: etwa durch Inszenierung, Lichtgestaltung, Gegenüberstellung von Natur und Kunst. Die Erweiterung betonte diesen Ansatz noch stärker.

Bedeutung für Jagd‑ und Naturgeschichte

Für Forschende der Jagdgeschichte, Naturkultur oder Tierdarstellungen bietet das Museum umfang­reiche Sammlungen und einen interdisziplinären Ansatz: Kunstgeschichte, Naturgeschichte, Kulturgeschichte.

Als Teil der Fondation François Sommer ist das Museum auch verbunden mit bibliophilen Sammlungen und archivischen Beständen, die Literatur zur Jagd und Natur umfassen. (z. B. Bibliotheksteil der Stiftung)

Es eignet sich gut, wenn man die Wirkung der Jagd‑Tradition, Natur‑Beziehungen und Tierdarstellungen im kulturellen Kontext verstehen möchte.


Literatur

Weitere Informationen

Webseite