Selbstladepistole

Aus Jagdfibel
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann die Entwicklung moderner Pistolen. Selbstladekonstruktionen, ursprünglich für Gewehre entwickelt, wurden bald für die ersten modernen Pistolenmodelle verwendet. Zu den ersten funktionstüchtigen Selbstladepistolen zählten die Borchardt C93 und die daraus entwickelte Luger, die Mauser C96 sowie Modelle von Bergmann und Browning.

Pistolen verfügten meist über eine höhere Munitionskapazität als Revolver, zudem war nach dem Schuss der Zündmechanismus bereits gespannt, das beim Revolver notwendige Spannen des Hahns entfiel. Darüber hinaus konnten sie schneller nachgeladen werden, da hier das geleerte Magazin entfernt und durch ein volles ersetzt wurde. Selbst Ladestreifen (verwendet bei Modellen ohne Wechselmagazin) waren schneller und einfacher zu bedienen. Auch waren gefüllte Pistolenmagazine handlicher und leichter zu verstauen als einzelne Patronen, dadurch konnten auch problemlos größere Mengen Munition mitgeführt werden.

siehe auch: Pistole
siehe auch: Revolver

Literatur

  • Schuy, Joschi / Mötz, Josef: Vom Ursprung der Selbstladepistole. Repetier- und Selbstladepistolen in Österreich-Ungarn 1884 bis 1918. 2007
  • Schuy, Joschi / Mötz, Josef: Die Weiterentwicklung der Selbstladepistole I. Selbstladepistolen in Österreich-Ungarn bzw. Österreich 1914 bis heute. 2013