Schackern
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Schackern, auch Schäckern genannt, bezeichnet in der Waidmannssprache bestimmte auffällige, meist harte und wiederholt vorgetragene Lautäußerungen von Vögeln. Der Ausdruck wird insbesondere für das charakteristische Rufen der Wacholderdrossel und für die durchdringenden Lautäußerungen der Elster verwendet.
Bei der Wacholderdrossel gehört das Schackern zu den auffälligen Lauten, die besonders bei Erregung, während der Revierverteidigung oder bei der Warnung vor einer möglichen Gefahr zu hören sind. Die Rufe wirken hart und schnarrend und unterscheiden sich deutlich von den weicheren Gesangselementen anderer Drosselarten.
Auch die Elster wird in der jagdlichen Fachsprache als schackernd bezeichnet. Ihre Lautäußerungen bestehen aus einer Reihe harter, durchdringender und häufig wiederholter Rufe. Elstern reagieren dabei unter anderem auf Störungen und auf die Anwesenheit von Greifvögeln, Eulen oder anderen möglichen Gefahren und können dadurch auch andere Vögel auf eine Störung aufmerksam machen.
Das Schackern ist somit weniger als Bezeichnung für einen exakt bestimmten einzelnen Ruf zu verstehen, sondern als traditionelle lautmalerische Beschreibung bestimmter Vogelstimmen. Die Begriffe der historischen Waidmannssprache orientieren sich vielfach an der Wahrnehmung des Lautes durch den Menschen und können deshalb von den heute in der Ornithologie verwendeten Bezeichnungen für einzelne Rufe und Lauttypen abweichen.
Die Kenntnis solcher Begriffe gehörte traditionell zur Beobachtung und zum Ansprechen des Wildes und der übrigen Tierwelt. Vogelrufe konnten dem Jäger Hinweise auf die Anwesenheit anderer Tiere, auf Unruhe im Revier oder auf Veränderungen in der Umgebung geben.
Siehe auch
Dieser Artikel wurde für die Jagdfibel redaktionell erstellt und anhand der angegebenen Fachliteratur und Quellen bearbeitet.
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