Sauer Bär Pistole

| Sauer Bär Pistole | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Entwickler/Hersteller: | Sauer & Sohn |
| Herstellerland: | Deutschland |
| Produktionszeit: | 1899 - 1914 |
| Modellvarianten: | |
| Waffenkategorie: | Selbstladepistole |
| Ausstattung | |
| Länge | |
| Gewicht | |
| Lauflänge | |
| Technische Daten | |
| Kaliber: | .25 ACP |
| mögliche Magazinfüllung: | |
| Magazinzufuhr: | |
| Anzahl der Züge: | |
| Drall: | |
| Visier: | |
| Verschluß: | |
| Ladeprinzip: | |
Die Sauer Bär Pistole wurde als kompakte Verteidigungswaffe für Herren mit einer Reihe interessanter Merkmale konzipiert. Dazu gehört ein „Zylinder“ oder Kammerblock, der vier Patronen in einer einzigen Säule fasste, was der Pistole eine glatte, leicht zu verbergende Form verleiht und ihr gleichzeitig die doppelte Kapazität eines typischen doppelläufigen Derringers verleiht.
Es gibt einige Verwirrung bezüglich dieser Pistole und dem Namen ihres Erfinders – Behr (oder Beahr). Auf dem Pistolenlauf und in der damaligen Werbung steht die Pistole mit der Aufschrift „Bär“.
Die Sauer Bär Pistole ist ein doppelläufiger Revolver mit einem quadratischen 4-Kammer-Block. Der Lauf ist marktüblich „Bär-Pistole“. Der Kammerblock trägt die Aufschrift „Deutschland, 98382 PATENT“ und auf der anderen Seite: „Belgien 134215, England, Russland und Nordamerika“. Es trägt das doppelt gekrönte U-Suhl-Beschusszeichen. Die Seriennummer befindet sich auf der linken Seite des Laufs und das Sauer-Markenzeichen befindet sich auf der Vorderseite des Rahmens. Die Griffschalen bestehen aus Holz mit unterschiedlichen Verzahnungen. Es können Hartgummiplatten vorkommen.
Die Pistolen wurden von Sauer & Sohn zwischen 1899 und 1914 hergestellt. Es wurden nur sehr wenige hergestellt, da die höchste bekannte Seriennummer unter 300 liegt.
Das ursprüngliche Patronenlager der Pistole war eine 7-mm-Bär-Randfeuerpatrone (7×15,5 mm), eine proprietäre Patrone, die in Verbindung damit entwickelt wurde. Im Jahr 1906 wurde auch ein Modell in der gebräuchlicheren .25 ACP (6,35 mm Browning) verfügbar gemacht. Die Pistole war in schwarzer oder vernickelter Ausführung erhältlich. Burchard Behr hatte in Hamburg eine Jagdwaffenfabrik, und warum Sauer & Sohn diese herstellte, ist nicht bekannt.
Der Kammerblock wird von der Pistole entfernt, mit 4 Patronen geladen und ersetzt. Die Waffe feuert nun zwei Schüsse mit doppelter Wirkung ab. Anschließend wird der Knopf oben an der Pistole gedrückt und der Kammerblock von Hand gedreht. Die restlichen zwei Schüsse können nun abgefeuert werden.
Die Bär wurde als Pistole vermarktet, die die Zuverlässigkeit eines Revolvers mit der Flachheit einer Automatik kombinierte.
Als FN den Verkauf ihres Modells 1900 förderte, erwies sich die Konkurrenz um die Bär-Pistole als zu stark und ihre Produktion wurde eingestellt. Im Albrecht-Kind-Katalog (Akha) von 1910 wurde sie für 42,50 RM und die Patronen für 1,25 RM pro 100 angeboten. Zum Vergleich: Eine Roth-Sauer kostete 40 RM. Adolph Frank (ALFA) bot die Bär 1911 für 48 RM und 49 RM für eine 6,35 mm FN Browning Modell 1906 an. Nach 1914 bot kein Händler die Bär-Pistole zum Verkauf an.
- Bedienung der Sauer Bär Pistole [1]
Weitere Informationen
- 4-Shot Sauer Bär Pistol. auf: Forgotten Weapons, (abgerufen am 24.02.2024)
Literatur
- Arfmann, Peter / Kallmeyer, Rolf: J. P. Sauer & Sohn. Geschichte der ältesten deutschen Waffenfabrik gegr. 1751. Peter-Arfmann-Verlag, 2004, S. 60f.
