Rayski, Ferdinand von

Aus Jagdfibel
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Max von Fabrice, 1860, Wallraf Richartz Museum
Der Treiber, 1861, Kunstsammlung Breslau. Das Bild stellt den Förster Bubenik dar, der auf den Gütern der Boxbergs in Zschorna beschäftigt war.

Louis Ferdinand von Rayski (* 23. Oktober 1806 in Pegau; † 23. Oktober 1890 in Dresden) war ein bedeutender deutscher Grafiker und Porträtmaler des 19. Jahrhunderts. Er gilt als Vorläufer der impressionistischen Malweise in Deutschland.

Der Maler des sächsischen und fränkischen Adels des 19. Jahrhunderts, Ferdinand von Rayski, war Porträtist und Zeichner. Rayski, Sohn des königlich-sächsischen Obersten und Generaladjutanten König Friedrich August I. Johann Karl von Rayski und dessen Ehefrau Sophie Eleonore Henriette, geborene Sichart von Sichartshoff, ging zunächst am Dresdner Freimaurerinstitut zur Schule und studierte danach an der Kunstakademie in Dresden.

Er ließ sich zum Offizier ausbilden, nahm aber bald Abschied von Militär. Er sicherte er sich sein Fortkommen, indem er seine Verwandten und Freunde auf ihren Gütern und Schlössern besuchte und auf diesen Gastreisen Bildnisse malte. Gutsherrlichem Lebensstil und adeligen Umgangsformen vertraut war er ein unterhaltsamer Gesellschafter und guter Jäger, dessen Besuche durch Empfehlungsschreiben vorbereitet wurden. Er bereiste Paris, auf dem Rückweg Trier. Ende 1836 besuchte er August von Manteuffel in Frankfurt am Main, anschließend Würzburg, von dort reiste er 1837 nach München. Nachdem er 1838 erneut in Würzburg gelebt hatte, zog er weiter über Coburg nach Düsseldorf. Im Dezember 1839 kehrte er nach Dresden zurück.

Von Rayski schuf vor allem Porträtgemälde. Viele von ihnen befinden sich in der Galerie Neue Meister in Dresden. Seine gemalten Erzählungen des napoleonischen Kriegszuges in Russland, bei dem sein Vater im kalten Winter 1812 als sächsischer Offizier umkam, sind heute im Schloss Nossen zu sehen. Nach seinem Ableben fast vergessen, wurde Rayski von Kennern seiner fast 700 Werke erst nach der Jahrhundertwende 1900 neu für die Kunstwelt entdeckt und dann in mehreren Kunstbüchern beschrieben. Noch heute befinden sich in Privatbesitz namhafte Porträts. Der Förderkreis der Dresdner Galerie erwarb das großformatige Bildnis Friedrich von Boxbergs. Dieser hatte in Zschorna (Landkreis Meißen) mehrmals seinen Vetter Ferdinand von Rayski zu Gast; 1861 entstand das Porträt des Gastgebers als Jäger mit dem Zschornaer Schloss im Hintergrund.

Rayski bildete sich, abgesehen von einem kurzen Besuch der Kunstakademie in Dresden, autodidaktisch. Selbst unverheiratet, waren Kinder seine ausgesprochenen Lieblinge. Das Bild seiner fünfjährigen Nichte Adelheid von Boxberg befindet sich in Privatbesitz. Besonders das Porträt des jungen elfjährigen Haubold von Einsiedel aus der Lausitz, in sitzender selbstbewusster Bubenhaltung, gelangte bereits 1906 in den Besitz der Nationalgalerie Berlin und ist in verschiedenen Publikationen zur Malerei des 19. Jahrhunderts zu finden.

Neben großformatigen Porträts seiner sächsisch-fränkischen Auftraggeber, oft in Uniform oder Jagdkleidung, hatten es ihm Pferde und jagdliche Szenen angetan. Zu den Jagdbildern gehörten oft große und kleine Hunde. Nicht zu vergessen sind auch seine Hasenmotive. Wie seine „Wildschweine“ aus der Dresdner Galerie sind viele Werke aus seiner Hand verbrannt oder verloren gegangen.

Literatur

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