Nitropulver

Aus Jagdfibel
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Nitropulver, auch Nitrocellulosepulver genannt, Sammelbezeichnung für alle rauchfreien Schießpulverarten die auf Nitroglyzerin und Nitrozellulose basieren.

Das Nitropulver wurde um 1846 von Christian Friedrich Schönbein entdeckt. Nitopulver wurde ab 1890 zuerst in Militärkalibern, später auch in Jagdkalibern verwendet. Das erste Kaliber mit Nitropulver war die französische "8 mm Label". Ab 1910 war der Umstieg abgeschlossen.

Mit dem Umstieg auf Nitropulver und der damit einhergehenden Leistungssteigerung wurden auch die Runkkugel durch die Langgeschosse (siehe: Geschoßtypen) ersetzt.

Nitropulver ist kein Gemisch aus Grundstoffen wie das Schwarzpulver, sondern eine chemische Verbindung, die nahezu rückstandsfrei verbrennt.

Man unterscheidet:

  • Einbasiges Nitropulver
enthält als einzigen Grundstoff Nitrozellulose
  • Zweibasiges Nitropulver
enthalten nur Nitrozellulose und Nitroglycerin
  • Dreibasiges Nitropulver
z.B. Nitrocellulose, Nitroglycerin, Diphenylamin (Ballistit)
z.B. Nitrozellulose, Diglykoldinitrat und Nitroguanidin
z.B. Nitrozellulose, Nitroglyzerin, Vaseline (Kordit)
siehe auch: Axite
siehe auch: Offensives Pulver
siehe auch: Progressives Pulver
siehe auch: Schwarzpulver
siehe auch: Treibladung

Weitere Informationen

Waffeninfo Lexikon "Treibladungspulver"