Kersten, Gustav
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Gustav Kersten war ein deutscher Büchsenmacher in Straßburg und Entwickler eines nach ihm benannten Verschlusssystems für Jagdwaffen.
Im Jahr 1900 ließ Kersten ein neuartiges Verschlußsystem patentieren, den Kersten-Verschluss. Dieser diente insbesondere zur Verbesserung der Verriegelung von Kipplaufwaffen und sollte eine höhere Stabilität und Belastbarkeit gegenüber herkömmlichen Verschlüssen ermöglichen.
Der Kersten-Verschluss zeichnete sich durch zusätzliche Verriegelungsflächen im oberen Bereich der Basküle aus. Dadurch wurde die Verbindung zwischen Lauf und System verstärkt und die auftretenden Kräfte beim Schuss besser verteilt. Die Konstruktion galt als technisch anspruchsvolle Lösung für hochwertige Jagdwaffen.
Bis 1910 wurde der Kersten-Verschluss ausschließlich von der Straßburger Waffenfirma Vierordt & Cie. gefertigt und in deren Jagdwaffen verbaut. Später wurde das Prinzip von weiteren Waffenherstellern übernommen und beeinflusste die Entwicklung stabiler Verschlusssysteme für Kipplaufwaffen.
Der Name Gustav Kersten ist heute vor allem mit der Entwicklung des Kersten-Verschlusses verbunden, der einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der klassischen europäischen Büchsenmacherkunst darstellt.
Siehe auch
Dieser Artikel wurde für die Jagdfibel redaktionell erstellt und anhand der angegebenen Fachliteratur und Quellen bearbeitet.
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