Kälberkropf-Wiese

Kälberkropf-Wiese, Bezeichnung für Wiesenstandorte, auf denen der Wiesen-Kälberkropf (Chaerophyllum aromaticum), eine zur Familie der Doldenblütler gehörende Pflanzenart, charakteristisch hervortritt. Diese artenreichen, meist mageren Wiesen sind Teil der traditionellen Kulturlandschaft Mitteleuropas und zeichnen sich durch eine hohe floristische Vielfalt aus.
Jagdlich-ökologisch besitzen Kälberkropf-Wiesen besondere Bedeutung als Äsungsflächen sowie als Lebensraum und Deckung für Niederwild, Rehwild, Bodenbrüter und zahlreiche Insekten. Durch ihren Strukturreichtum tragen sie wesentlich zur Erhaltung der Biodiversität und zur Sicherung jagdlich relevanter Wildbestände bei.
Aufgrund von Flächenverlust, Nutzungsintensivierung und Düngung gelten Kälberkropf-Wiesen heute als stark gefährdeter Wiesentyp. Sie stehen vielerorts unter naturschutzrechtlichem Schutz (z. B. als FFH-Lebensraumtyp) und sind Ziel spezieller Erhaltungs- und Fördermaßnahmen im Rahmen des Vertragsnaturschutzes.
Typische Arten
Behaarter Kälberkropf, Wilde Engelwurz, Kohl-Kratzdistel, Scharfer Hahnenfuß, Rasen-Schmiele, Weiches Honiggras, Kuckucks-Lichtnelke, Knäuelgras, Schlangen-Knöterich, Wiesen-Sauerampfer, Gewöhnliches Rispengras
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