Jagdstern

Aus Jagdfibel
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Jagdstern in der Parforceheide südlich von Berlin, ca. 1780

Jagdstern, auch Parforcestern oder Sterngeräumde genannt.

Dem harmonischen Ideal des Barocks (17./18. Jahrhundert) nach Symmetrie entsprechend, wurden die Jagdreviere durch ein in der Regel 6- bis 16-strahliges Schneisensystem (Stern) erschlossen. Diese Schneisen gingen von einem rundlichen Mittelpunkt (Rondel) aus. Auf dem Rondell wurde häufig ein sogenanntes Hellhaus oder sogar ein Jagdschloß errichtet. Auf den Schneisen konnte die Jagdgesellschaft während der Parforcejagd rasch und bequem in alle Himmelsrichtungen gelangen. Der Landschaft war klar und übersichtlich gegliedert. Häufig findet sich neben dem sternförmigen Wegenetz auch eine entsprechend strukturiertes Kanalsystem.

Einen der größten Jagdsterne mit 14 Schneisen in Deutschland befindet ich im Schlosspark von Ludwigslust. Von dem urspürnglich 16-strahligen Jagdstern am Jagdschloss Stern bei Potsdam sind nur noch Fragmente übrig. Einen 10-strahligen Jagdstern kann man im Schlosspark Ettelsburg bei Weimar finden. 8-strahlige befinden sich bei Jagdschloss Clemenswerth, im Berliner Tiergarten und bei Schloss Benrath und einen 6-strahligen kann man im Tiergarten von Schloss Velen besichtigen.

siehe auch: Parforcejagd.
siehe auch: Curée.
siehe auch: Rendezvousplatz.

Literatur