Grenzbock (Kinofilm)

Aus Jagdfibel
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Grenzbock ist ein Dokumentarfilm von Hendrik Löbbert aus 2015 der im Februar 2016 in die Kinos kam.

Kurzinhalt

Ein letztes Mal lässt Hubertus Meckelmann zur großen Drückjagd in der Wildnis blasen. Im Kerngebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes soll bald gar nicht mehr gejagt werden. Für die Reviere außen herum ist das eine Zumutung. Denn die mühsam begrenzten Populationen von Rot-, Dam- und Schwarzwild werden dadurch völlig durcheinander geworfen. Daran ändert auch die Rückkehr vom Wolf nichts – und der hat aus Sicht der meisten Jäger in Brandenburg sowieso nichts verloren. GRENZBOCK begleitet drei Jäger durch ihre Wälder und lässt in langen, ruhigen Einstellungen die Weltbilder durchschimmern, die sich hinter Jägerlatein und Lodenmantel verstecken.



Kritik

"Leider räumt der Filmemacher nicht mit verstaubten Bildern der Jagd auf. Die Darstellung der drei in die Jahre gekommenen Hauptprotagonisten zeichnet ein verschrobenes Bild der Jagd und von Männern, die in ihrer eigenen Parallelwelt zu leben scheinen. Kein Wort zu Hundeführern, jüngeren Jägern oder Weidfrauen, die in kurzen Szenen am Sammelplatz zu sehen sind." [1]

"Der Film ist absichtsvoll distanziert, er beobachtet ohne jede Wertung und bleibt auch deshalb eine Haltung schuldig. Dabei ist Jagen eben kein Thema, das jenseits der Ideologie darstellbar ist. Ein Dokumentarfilm täte gut daran, hier Position zu beziehen. (...) Die Jagd ist hier ein brüchiges Ritual, deren Sinn nach und nach verloren geht." [2]

"Auf ihren Streifzügen räsonieren die Männer über das Waidwesen oder hocken schweigend auf Hochsitzen. Der Film taucht ins Spannungsfeld zwischen Jägerlatein, Waldromantik und modernem Effizienzdenken ein, verliert darüber aber seine Protagonisten etwas aus dem Blick." [3]

Weitere Informationen

Webseite

Einzelnachweise

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