Burg Zwernitz

Aus Jagdfibel
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“C’est sans pareil“, frei aus dem Französischen, „ das ist ohne Gleichen“ sollen gleich mehrere Besucher beim Betrachten der Umgebung geäußert haben. Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth nahm die Äußerungen zum Anlass, das Dorf Zwernitz in Sanspareil umzubenennen. Burg Zwernitz, 1156 erbaut, wurde von den unterschiedlichsten jagdlich begeisterten Markgrafen regelmäßig für Jagdaufenthalte in den nahegelegenen Wäldern und Feldern genutzt. Seit 2011 dokumentiert in den Räumen der Oberburg eine Dauerausstellung das höfische Jagdwesen der beiden Markgrafentümer Ansbach und Bayreuth im 18. Jahrhundert. In mehreren Räumen werden umfassend sowie klar strukturiert die verschiedenen Bereiche der barocken Jagd nach Themen dargestellt. Von örtlichen Besonderheiten der markgräflichen Jagd bis zur Falknerei finden sich hier ausgesuchte Exponate. So war der „wilde“ Markgraf Carl Wilhelm Friedrich von Ansbach (1712-1757) besonders der Falknerei zugetan. Er hielt sich ein Falknercorps mit 50 spezialisierten Jägern inkl. eines eigenen Falkenmalers. Naturgemäß nimmt die Darstellung der Hetz- und Parforcejagd einen besonderen Teil ein. An Hand von detailreichen Ölgemälden wird der Ablauf der Jagd mit Pferd und Meute nachhaltig vermittelt. Die ältesten auf dem Kontinent erhaltenen Parforce-Jagdhüte bilden neben Jagdwaffen, Jagdpokalen und historischen Dokumenten etc. einen umfassenden Einblick und in diversen Mitmachstationen Abwechslung für Groß und Klein. Autor: Frank Pohlmann