Battenberger Hirsch

Aus Jagdfibel
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Der legendäre Battenberger Hirsch wurde am 11. November 1763 lebend im Flurort Buchgrund am damaligen Forstamt Elbrighausen eingefangen und anschließend in den Park bei Darmstadt gebracht: So ist es auf dem Hirschstein eingraviert, der seit einigen Jahren vor dem Battenberger Museum steht.

Dieser Hirschstein ist bereits eine Kopie von Oberförster Pfifferling aus etwa 1850 und wurde dann vom Battenberger Künstler Adam Kahler restauriert. Eine neue Kopie steht am Standort des ehemaligen Forstamtes Elbrighausen.

Für den Transport hatte der als „Jägerlandgraf“ in den Geschichtsbüchern bezeichnete Ludwig VIII. eigens einen Wildwagen für die knapp 200 Kilometer lange Reise bauen lassen. Der Hirsch war dem Landgrafen, der auch häufiger in den Battenberger Wäldern zur Jagd weilte und dazu die Jagdschlösser Kleudelburg sowie Neujägersdorf bei Kröge nutzte, aufgrund seines bereits in der Jugend starken Geweihs aufgefallen. Der 20-Ender wurde später der wohl berühmteste Hirsch Hessens als im Jahre 1766 beschriebener „ungerader 34-Ender“. Die jährlichen Abwurfstangen wurden auf Holzköpfe gesetzt und sind noch heute in einem Gang des Jagdmuseums im Jagdschloss Kranichstein zu sehen. Allerdings ist der Schädel mit dem letzten Geweih des Hirsches, der dann 1769 erlegt wurde, durch Kriegswirren im napoleonischen Zeitalter verloren gegangen. (Quelle: Waldeckische Landeszeitung vom 20.11.2013)

Literatur