.401 Bobcat

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.401 Bobcat
Martin.jpg
.32 Martin Meteor, .375 Atomic, .401 Bobcat (1,29"), .401 Bobcat (1,40"), .458 Devastator, .450 Bonechrusher
Foto: Lee Martin
Allgemeine Informationen
Kaliber
Hülsenform Rand
Entstanden 1994
Konstrukteur Lee Martin
Mutterhülse .220 Swift
Maße
Ø Hülsenschulter
Ø Hülsenhals
Ø Geschoss .401 Zoll (≈ 10,2 mm)
Hülsenlänge
Ø Patronenboden
Drall
Gewichte
Geschossgewicht
Technische Daten
Geschwindigkeit V100
Energie E100
max. Gasdruck
GEE

Die .401 Bobcat ist eine Wildcat-/Proprietär-Patrone im .40/.401-Kaliber (≈ 10,2 mm), die in den 1990er-Jahren als modernere, leistungsorientierte Variante kleinerer .41-Konzepte entwickelt wurde. Es handelt sich nicht um ein CIP/SAAMI-normiertes Kaliber; Informationen stammen vor allem aus Angaben des Designers, Wildcat-Publikationen und Schützenforen.

Herkunft & Designer

Die Patrone wurde Anfang/Mitte der 1990er-Jahre entworfen (1994 wird als Entwicklungsjahr genannt). In Forumsposts und im Begleittext zum Entwurf nennt der Initiator die Motivation u. a. als Reaktion auf nachlassende Beliebtheit bestimmter .41-Laborierungen und als Suche nach einer praktikablen .40-/ .41-Alternative für Handfeuerwaffen und kurze Läufe.

Parent-Case / Aufbau

Elternhülse: Die ursprüngliche Variante basiert auf .220 Swift-Brass, das entsprechend umgeformt wurde. Der Designer gab an, die Erstversion mit einer Hülsenlänge von etwa 1,29" (später auch 1,40") konstruiert zu haben.

Patronenform: randlos/rimless beziehungsweise je nach Umsetzung anpassbar; Flaschenhals-/necked-up-Konstruktion (aus kleinerer Hülse auf .401 aufgeweitet).

Kaliber: ~.401 Zoll (≈ 10,2 mm) — es werden .40/.41-Geschosse verwendet.

Technische Merkmale & Varianten

Es existieren mindestens zwei Längenvarianten (ursprünglich ~1,29" Case, Erweiterung auf ~1,40" Case genannt). Das bedeutet, dass spezifizierte Reamer-/Kammer-Specks je nach Baujahr/Autor variieren können.

Weil es sich um einen Wildcat handelt, gibt es keine verbindlichen, standardisierten Druck- oder Maßangaben (CIP/SAAMI); praktische Umsetzung erfordert Reamer-Sheets des Büchsenmachers.

Ballistik & Geschosse (Praktische Hinweise)

Geschossgewichte: In Wildcat-Tests und verwandten Projekten wurden übliche .40/.41-Geschossgewichte verwendet (typisch in der Handladerpraxis im Bereich ~160–265 gr, einzelne Anwender berichten über 200 gr-Versuche).

Leistung: Die erzielbaren Geschwindigkeiten und Energien hängen stark von der gewählten Hülsenlänge, Lauflänge und Ladung ab. Als generelle Regel: Wildcat-Bauart + magere/konservative Ladungen → in etwa vergleichbar mit kräftigen Pistolen-/Karabiner-.40er / .41er-Leistungen; exakte Werte ausschließlich aus dokumentierten Chrono-Messungen ableiten.

Verwendung / Zweck

Zielsetzung: Praktikable, zeitgemäße .40/.41-Option für Handfeuerwaffen bzw. kurze Karabiner — Kompromiss zwischen gut verfügbarem .40/.41-Projektilangebot und spezieller Ballistik.

Einsatzfelder: Sammler-/Wildcat-Projekte, sportliche Nutzung, Experimentalfeld, teils Selbstschutz/Polizeianwendungen in historischen/angepassten Plattformen (je nach Umsetzung).

Waffen, Konversion & Verfügbarkeit

Waffen: Umsetzung erfordert Neu-Kammerung/Custom-Lauf oder spezialisierte Umrüstung. Nutzer realisieren Konversionen in Revolvern, Repetierern oder Umgebauten Pistolen/Karabinern.

Brass / Munition: Keine Serienfertigung; Handladen und Umformung (z. B. von .220 Swift-Brass) sind die Norm. Es gibt Hinweise, dass manche Wildcat-/Brass-Sammlersets bzw. spezialisierte Anbieter ähnliche Hülsen anbieten, doch die Verfügbarkeit ist deutlich eingeschränkt gegenüber Standardkalibern.

Vor- und Nachteile

Vorteile

Ermöglicht den Einsatz gut verfügbarer .40/.41-Projektiltypen in spezieller Hülse; interessant für Experimentatoren und Sammler.

Flexibilität: Designer konnten Länge/Volumen variieren und so auf verschiedene Bedürfnisse eingehen.

Nachteile / Risiken

Wildcat-Status → keine Normdaten, eingeschränkte Ersatzteil-/Munitionsversorgung.

Handladen und Custom-Kammerung erfordern Erfahrung; falsche Ladungen bergen Risiko.

Rechts- und Zulassungsfragen bei Umrüstungen und Sondermunition (abhängig vom Land).

Weitere Informationen