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Schmidt-Arkebek, Rainer

Aus der Wissensdatenbank Jagdfibel
(Weitergeleitet von Rainer Schmidt-Arkebek)
Als die Jagd auf den Kleinen Hahn in S.-H. noch möglich war
Der treue Jagdbegleiter

Rainer Schmidt-Arkebek (* 1944 in Klingenthal) ist ein deutscher Jagdmaler, Tier- und Porträtmaler. Er lebt und arbeitet in Arkebek in Schleswig-Holstein. Dort ist er als Tier-, Jagd- und Porträtmaler bekannt.

Schmidt-Arkebek beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit insbesondere mit der Darstellung von Wildtieren und der Beziehung zwischen Mensch, Tier und Jagd. Seine Arbeiten verbinden eine realistische Tierdarstellung mit einer ausgeprägten Auseinandersetzung mit der Geschichte und Kultur der Jagd.

Ein besonderer Schwerpunkt seines Schaffens ist die Beschäftigung mit der Höhlenmalerei der steinzeitlichen Jäger. Dabei setzt er sich unter anderem mit den Tierdarstellungen der frankokantabrischen Höhlenkunst auseinander. Zu den von ihm genannten Vorbildern gehören die Höhlen von Lascaux, Niaux, Altamira, Ekain, Altxerri und Chauvet.

Jägerkünstler

In seinem Werk verbindet Schmidt-Arkebek die Kunst der steinzeitlichen Jäger mit der Malerei der Gegenwart. Die bis zu mehrere zehntausend Jahre alten Darstellungen von Wildtieren bilden dabei den Ausgangspunkt für eine eigene künstlerische Interpretation.

Hierzu überträgt er den Eindruck der dreidimensionalen Felswände, auf denen die steinzeitlichen Künstler ihre Bilder anbrachten, auf den zweidimensionalen Bildträger der Leinwand. Die historischen Tierdarstellungen werden dabei mit eigenen Wildtierstudien kombiniert. Dadurch entstehen Arbeiten, in denen zwei zeitlich weit voneinander entfernte Ebenen miteinander verbunden werden.

Schmidt-Arkebek versteht diese Auseinandersetzung als einen Brückenschlag zwischen der Kunst der steinzeitlichen Jäger und der Gegenwart. Die Jagd wird dabei nicht lediglich als Gegenstand der Darstellung verstanden, sondern als ein kulturelles Phänomen, das eng mit der Entwicklung des Menschen und seiner Bildsprache verbunden ist.

Jagd und Tierdarstellung

Die Darstellung von Wildtieren bildet einen wesentlichen Bestandteil des künstlerischen Schaffens von Schmidt-Arkebek. Neben der reinen naturgetreuen Wiedergabe des Tieres beschäftigt er sich mit dessen Verhalten, Lebensweise und der Beziehung des Menschen zum Wild.

Seine Arbeiten greifen dabei unterschiedliche Themen der Jagdkultur auf. Dazu gehören unter anderem der Jagdhund, das Wildtier, die Jagdhandlung, die Trophäe und die historische Bedeutung der Jagd.

Ein Beispiel für diese Verbindung von Jagd und Kunst ist das Gemälde Können wir sie retten?, das Schmidt-Arkebek gemeinsam mit dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein und Frankonia zugunsten der Initiative Ahrkids & Friends zur Versteigerung stellte.

Schmuck – Trophäe – Dekoration

Von 2024 bis 2025 veröffentlichte Schmidt-Arkebek im Forum lebendige Jagdkultur eine umfangreiche Beitragsreihe unter dem Titel Schmuck – Trophäe – Dekoration. Die Reihe beschäftigt sich mit der Bedeutung von Schmuck, Körpermerkmalen, Trophäen und deren Darstellung in der Kulturgeschichte des Menschen.

Ausgangspunkt der Betrachtungen ist die Beobachtung, dass sowohl Tiere als auch Menschen Merkmale zur Darstellung von Stärke, Rang, Attraktivität und sozialem Status einsetzen. Bei Tieren stehen dabei beispielsweise Geweihe, Hörner oder Federschmuck im Zusammenhang mit Paarung, Konkurrenz und Selbstdarstellung.

Die Beiträge verbinden biologische Betrachtungen mit kulturgeschichtlichen und jagdkulturellen Überlegungen. Dabei reicht der Blick von den Stirnwaffen der Geweihträger und Hornträger über den Federschmuck der Vögel bis zur menschlichen Verwendung von Schmuck und Trophäen.

Jagdkultur

Schmidt-Arkebek ist Mitglied im Forum lebendige Jagdkultur. Seine künstlerische Arbeit und seine Beiträge für das Forum beschäftigen sich wiederholt mit der kulturellen Dimension der Jagd.

Neben seiner bildnerischen Tätigkeit tritt er auch als Autor und Referent zu Themen aus dem Bereich der Jagdkultur auf. Ein Beispiel ist sein Beitrag Klage für den Wolf, der sich mit der Geschichte des Wolfes, seiner Beziehung zum Menschen und den Veränderungen seines Lebensraumes beschäftigt.

Auch in seinen späteren Arbeiten setzt er sich mit grundlegenden Fragen des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier auseinander. Das 2025 gemeinsam mit Volker Seifert veröffentlichte Projekt Zeugen des Unheils verbindet beispielsweise ein Gemälde Schmidt-Arkebeks mit einer literarischen Betrachtung der historischen Beziehung zwischen Mensch, Jagd und Wildtier.

Beiträge

2024

2025

Weitere Informationen

Webseite

Quellen und Bearbeitung
Dieser Artikel wurde für die Jagdfibel redaktionell erstellt und anhand der angegebenen Fachliteratur und Quellen bearbeitet.
Jagdfibel ist ein deutschsprachiges Fachlexikon zu Jagd, Wild, Natur, Ökologie, Jagdkultur und jagdlicher Terminologie.